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"Ein andrer Liebhaber zum Hackebrett" Charlotte Stieglitz 1835

Wär' ich doch ein großer Wallfisch,
O Du meines Lebens Lust,
Jeden Tag 'nen Wasserschwall frisch
Brächt' ich, Kühlung Deiner Brust.

Wär ich nur 'ne kleine Katze,
O Du Herzens-Sonnenschein,
Strecktest Du...

"Er" Heinrich Kämpchen 1909

[42] „Er“.

Er löschte aus, verglimmend, langsam, sacht,
Wie eine Lampe löscht nach langer Nacht,
Wird...

"Frauenhaar" Otto Julius Bierbaum 1885

"Frauenhaar" trag ich am Hute,
Wie Flachs so weich, wie Seide so fein,
Flirrfädelnd spinnt's im Sonnenschein,
Flott flattert's in den Wind hinein,
Ich trag es mit fröhlichem Mute
Und denke dein,
Mein Seidenhaar,...

"Ich hab dich lieb." Julie von Hausmann 1902

Ich hab' dich lieb, Ich, aller Kön'ge König,
Der alle Dinge trägt mit Seinem Wort,
Der HErr, der Macht hat über Tod und Leben,
Dem Erd' und Himmel dienen fort und fort,
Dem nichts zu groß und schwer und nichts zu ferne,
Der Alles...

"Ja, HErr - aber doch!" Julie von Hausmann 1902

Matth. 15, 27

An Deinem Herzen - nein, ach nein! -
Das ist noch nicht mein Platz!
Laß mich im Lieben, Leiden, Tun
Nur still zu...

"Pero de estos gustos"... Romildo Risso 1902

-Cargue, nomás... que es "carreta"...
Hay ruedas, pa dir rodando...
Los güeyes, van cuasi sueltos...
¡Qué han de sentir el recargo!...

Hemos dicho: "a tanto el viaje":
Pero, páresé, compadre:
Usté mira su provecho,
Yo miro mis animales!...

Que...

"Whom the Gods Love" - De Wolfe Howe Mark A

“whom the gods love die young;”—if gods ye be,
  Then generously might ye have spared to us
One from your vast unnumbered overplus,
  One youth we loved as tenderly as ye.

'A mamma

Chi tene 'a mamma

è ricche e nun 'o sape;

chi tene 'a mamma
4è felice e nun ll'apprezza


Pecchè ll'ammore 'e mamma
...

'Na bella idea

 

Che vòi, Giggetto mio, m'ero stufato

da dovè stà mattina, giorno e sera

senza avecce gnisuno, ma ò pensato

finarmente che c'era la magnera


d'aripagasse subbito. So' annato

da...

'O pueta

Ve dico, amice care, pe ’nu poco

’e chi ’int’e vene ’nce teneva ’o fuoco,

’e chi, parlanno ’e Napule, senteva
4’a musica d’o mare ’e...

'Scaped Stephen Crane 1891

Once I knew a fine song,
—It is true, believe me,—
It was all of birds,
And I held them in a basket;
When I opened the wicket,
Heavens! they all flew away.
I cried, “Come back, Little Thoughts!”
But they only laughed.
They flew on...

'T is but a Little Faded Flower Ellen Clementine Howarth

’t is but a little faded flower,
  But oh, how fondly dear!
’T will bring me back one golden hour,
  Through many a weary year.
I may not to the world impart
  The secret of its power,
But treasured in my inmost heart,
  I keep my faded...

(Beethoven Op. 90, Rondo) Georg Scherer 1894

(Beethoven Op. 90, Rondo)
Die Wolken versanken
Dem fernen Westen zu;
Die trüben Gedanken
Gehn alle nun zur Ruh'.

Und wie das...

*** Anonymous (1600-1699) 1709

 
Sie / sie bleibet mein vergnügen /
Sie / sie bleibet meine lust;
Will sichs gleich itzund nicht fügen /
Werd ich mich so lange schmiegen /
Biß sie liegt an meiner brust /
Sie...

*** Friedrich von Bodenstedt 1867

 
Gern schau ich in's dunkle Auge dir,
Mit den langen, seidnen Wimpern drauf -
Aus solches Auges Nacht ging mir
Einst hell der Tag der Liebe auf.

Todt ist sie lange, kalt und...

. . . Alfred Grünewald 1990

Habt ihr doch auch dieses Antlitz gesehn!
Und ihr könnt leben, als sei nichts geschehn?

Fühltet ihr keiner die stürzenden Sphären?
Gott mußte alle Himmel verheeren,

eh' er den letzten in Schauer erschuf.
Höret ihr...

. . . Alfred Grünewald 1990

Des Rätsels Lösung wirst du niemals finden,
daß dir allein ein Antlitz göttlich leuchtet
und dir im Schauen schier die Sinne schwinden,
indes umnachtet bleibt der Blick der andern,
die nichts von allem, was du fühlst, empfinden....

. . . Alfred Grünewald 1990

Auf den Wegen, die verschneit sind
und im Dämmern dämmerweit sind,
wo die nächtigen Gedanken
des Verlassenen Geleit sind,
triffst du, einsam dich ergehend,
auch Beglückte, die zu zweit sind....

. . . Alfred Grünewald 1990

Des Traumes goldne Schleier sind zerrissen.
Die Saiten einer Leier sind zerrissen.
Die andern fühlen nicht das Leid der Frühe;
und nur die Herzen zweier sind zerrissen. (S. 53)...

. . . Alfred Grünewald 1990

Wie damals unsere Gespräche waren!
Freuden und Sorgen mußtest du bekennen
und mir die Namen deiner Freunde nennen.
Du kanntest viele Spiele und Gefahren.

Oft kam ein tiefres Licht in deine klaren,
enthüllten Blicke....