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Poet: Otto Ernst

     Allnächtlich im Traume seh’ ich dich,
Und sehe dich freundlich grüßen,
Und lautaufweinend stürz’ ich mich
Zu deinen süßen Füßen.

5      Du siehst mich an wehmüthiglich,
Und schüttelst das blonde Köpfchen;
Aus deinen Augen schleichen sich
Die...

Du Stern im müden Morgenstrahl,
     Du flohst nicht mit der Finsterniß;
Du bliebst, zu schau’n des Tages Qual,
     Der Mary mir vom Herzen riß.
5 O, theurer Schatten, mir entrückt,
     Wo weilst Du nun, in sel’ger Ruh’?
Schau’st Du auf mich, so...

Poet: Robert Burns

[167] AN DEN MANN IM SPIEGEL

Du bist ein krummer, dummer Hund!
Und hast es doch so gut gehabt,
Bist gar...

[96] An einen Bach im Winter.

Du rauschest, sanfter Bach, auch nicht für Freuden mehr?
Kein Blümchen spiegelt sich in...

Trille! Trille! blind und dumm,
          Taub und dumm,
     Trillt den saubern Kerl herum!
Manches Stük von altem Adel,
5 Vetter, hast du auf der Nadel.
     Vetter, übel kommst du weg,
Manchen Kopf mit Dampf gefüllet,
Manchen hast du...

[60] Chloe im Bade.

Ich habe Chloen im Bade gesehn,
Sie war – – wie sehr war sie nicht schön!
Sie stand wie eine der...

Das Gesetz der Welten im Menschen.

Schönes Sternengefild, ihr weiten unendlichen Auen,
     Aus mir selber entzückt, hang ich mit Blicken an euch,
Schaue die goldene Heerde der himmlischen Schaafe da weiden,
     Suche den Hirten in ihr, der mit dem Stabe sie führt...

[25]
 Das Grab im Busento.

Nächtlich am Busento lispeln, bey Cosenza, dumpfe Lieder,
Aus den Wassern schallt es...

Das Meer erstralt im Sonnenschein,
Als ob es golden wär.
Ihr Brüder, wenn ich sterbe,
Versenkt mich in das Meer.

5 Hab’ immer das Meer so lieb gehabt,
Es hat mit sanfter Fluth
So oft mein Herz gekühlet;
Wir waren einander gut.